#2 - Im Gespräch mit Inklusionsmanagerin Mandy Pierer

Shownotes

In dieser Folge von WESTFUNK sprechen wir über eines der wichtigsten Themen unserer Zeit: Inklusion. Und dafür gibt es natürlich keine bessere als unsere Inklusionmanagerin Mandy Pierer. Sie erzählt uns wo Inklusion anfängt, gibt uns Einblicke in ihre Arbeit und veranschaulicht was Inklusion beim MTV bedeutet und was der MTV eventuell auch gegenüber anderen Vereinen schon voraus hat. Zudem erzählt sie uns, was sie sich von der Gesellschaft wünscht, ohne dabei mit dem Finger zu zeigen.

Moderator: Lukas Schröder

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00:00:01:

00:00:19: Und damit sage ich herzlich willkommen zur Folge zwei.

00:00:32: Ich bin natürlich wieder nicht alleine und hab mir deinen Gast dabei.

00:00:37: heute in der Folge In der letzten Folge hatten wir den Präsidenten, unseren Nico Helvert am Start und heute gehen wir mal in ein anderes Thema.

00:00:47: Ein ganz wichtiges Thema mit der Inklusionsbeauftragten Mendi Piram.

00:00:52: Mendi?

00:00:52: Hallo schön dass du da bist!

00:00:54: Hallo schön das ich da sein darf.

00:00:57: Wie fühlst du dich gut?

00:00:59: ja also Ich bin wieder einmal zu allem bereit.

00:01:02: sehr

00:01:02: gut wo haben wir dich denn gerade raus geholt?

00:01:04: gerade was er noch umschreibt ist ne

00:01:05: Ja, genau.

00:01:06: Ich habe gerade Unterlagen ausgefüllt für die nächste Gardaseereise, die wir mit Rollstuhlnutzenden durchführen werden.

00:01:12: Okay ist ja super!

00:01:13: Was kann man sich da unter vorstellen?

00:01:15: Wir haben dann eine barrierefreie Villa in Garda am Gardasee und verreisen eben mit Menschen, die auf ein Rollstühl angewiesen sind und ermöglichen ihnen dort einen barrieren Freien schönen Urlaub.

00:01:25: Das klingt ja echt cool, und da muss man sich hier nicht darum kümmern.

00:01:29: Und das macht ihr dann?

00:01:29: Und stellt es den zur Verfügung mehr oder weniger?

00:01:31: Genau!

00:01:31: Die meinen sich da an und dann führen wir die durchs Programm und unterstützen sie eben auch wenn Sie Unterstützung im Alltag brauchen so dass sie eine gelungene Woche dort haben.

00:01:41: Stark!

00:01:41: Cool finde ich nett.

00:01:43: Wir steigen aber generell mal in das Thema ein Inklusion.

00:01:47: inklusionsbeauftragte Wenn man jetzt so ein bisschen in die Vergangenheit geht weiß man... gibt es noch nicht in jedem Verein vielleicht oder haben die Vereine auch vielleicht noch nicht so lange.

00:01:58: Und wenn du vielleicht den Leuten mal ganz kurz sagst, was du beim MTV machst?

00:02:04: Wie klingt das, wenn du das quasi erklärst, kurz gesagt?

00:02:08: Genau da würde ich zuerst sagen dass wir uns auf das Wort Inklusionsmanagerin geeinigt haben.

00:02:13: am Anfang habe ich mich damit echt schwer getan weil als Sozialarbeiterin ist Managerin irgendwie komisch, aber jetzt im Nachhinein so nach fünf Jahren muss ich sagen das es ein sehr zutreffender Begriff ist.

00:02:24: Denn ich manager eine ganze Menge.

00:02:26: also.

00:02:26: zum einen bin ich Ansprechpartnerinnen für Menschen die Sport treiben wollen bei uns und vermittelt sie dann eben in die Sportangebote und sorge dafür dass sowohl die Sporttreibenden als auch die Übungsleitenden sich mit der Situation wohlfühlen.

00:02:40: Außerdem organisiere ich eben neue Sportarten, die für Menschen mit Behinderung sind.

00:02:46: Aber an denen auch Menschen ohne Behinderungen teilnehmen können.

00:02:49: und außerdem bin ich im Netzwerk Inklusion dafür zuständig andere zu beraten wie sie es denn in ihren Vereinen oder Organisationen eben auch oder besser machen können?

00:03:00: Okay das heißt ja inklusion hat ihr dann nicht immer zwangsläufig wie du es gerade gesagt hast was damit zu tun, dass Menschen mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung Sport treiben.

00:03:12: Sondern das sind ja eigentlich alle mit eingebunden?

00:03:14: Ja genau also ich vertrete auf jeden Fall den weiten Inklusionsbegriff.

00:03:17: Also dass einfach alle Menschen die Exklusion erfahren benötigen Inklusion und es ist eben ganz von der Lebenssituation abhängig ob wir gerade drin sind oder draußen und dementsprechend brauchen Menschen dann eben dabei Unterstützung.

00:03:29: aber im Sport gibt es einfach am deutschen Olympischen Sportbund eine konkrete sozusagen vorgehensweise und die bezieht sich im Sport eben vorwiegend auf Menschen mit Behinderung.

00:03:39: Okay, alles klar!

00:03:41: Dann haben wir erstmal so ein bisschen diesen Begriff auch so ein wenig erklärt.

00:03:44: Wir werden heute in der Folge so ein bißchen auch darüber schauen wie Inklusion beim MTV gelebt wird was in den letzten Jahren vielleicht so los war, was vielleicht künftig auch so los sein wird Was du vielleicht auch sagst, was ich vielleicht auch noch tun muss gesamtgesellschaftlich.

00:04:00: Ohne dass wir jetzt hier die großen Belära werden für die Leute aber doch den einen oder anderen Denkanstoß geben und wie dein Job trotzdem noch so aussieht, was man sich sonst noch darunter vorstellen kann, ein bisschen hinter die Kulissen blicken, wie sein Alltag läuft und vielleicht dann auch den Blick nach vorne und hinten raus wollen wir vielleicht auch ganz kurz... dann ja auch erfahren von dir, was vielleicht auch ansteht in Sachen Inklusion und Events.

00:04:26: An Angeboten für die Leute, die das interessiert, die sich da dabei sein möchten?

00:04:32: Und da gehen wir eine vielleicht hinten raus nochmal rein.

00:04:34: Sehr gerne!

00:04:34: Okay sehr cool.

00:04:36: Gehen wir mal einen Alltag rein im Verein.

00:04:37: also wenn man sich das so im Alltag anschaut wie läuft es so ab?

00:04:44: Ich kam jetzt darunter, noch nicht erstmal so wirklich viel.

00:04:48: Was managt du und was läuft vielleicht auch von selber?

00:04:52: Wie kann man sich das vorstellen?

00:04:53: Ja, da muss man vielleicht noch mal weit zurückgehen.

00:04:55: Also der MTV Stuttgart ist ja ein sehr fortschrittlicher Verein mit langer Tradition und hier sind Menschen einfach schon lange Teil des Vereins die eine Behinderung haben.

00:05:04: das waren zuerst Mal Rollstuhl-Nutzende, die in einer Rollschussportgruppe zusammengefunden hatten Ende der neunziger Jahre Und die waren hier immer sehr präsent mit ihrer Handballgruppe.

00:05:14: Außerdem gibt es eben seit Anfang der zweitausender Jahre unsere Blindenfußballmannschaft und so waren Menschen mit Behinderungen einfach schon viele Jahre präsente vor ich überhaupt hier aufgetaucht bin.

00:05:25: Aufgetauchte bin ich vor zehn Jahren mit meinem Mann zusammen und unserem Sohn, wir wollten ganz gerne die Kinder- und Jugendrollstuhlsportgruppe Wielers übernehmen.

00:05:34: Und ja dann war es eben ein kurzer Weg, die MTV Gemeinschaft davon zu überzeugen was im kleinen Rahmen in diesen drei Abteilungen ganz gut funktioniert.

00:05:44: das muss doch auch im ganzen Verein irgendwie Anklang finden Und man muss auch ehrlich sagen, dass schon oft Kinder mit Behinderung Teil der Kist zum Beispiel waren oder beim Kindertunen.

00:05:53: Also viele Mitglieder aber auch Mitarbeiter haben schon viel Erfahrung gesammelt in dem Bereich und so war es für mich ein leichtes da anzuknüpfen und eben dazu vermitteln und zu helfen.

00:06:05: Das heißt, wenn wir jetzt zurück geht was du gesagt hast das sind achtzehn Jahre schon fast also fast schon vierzig Jahre dann ist ja schon eine richtig lange Zeit.

00:06:16: Was gelingt euch denn da jetzt besser, dass du als Inklusionsmanagerin eben dann auch gewisse Dinge anstoßen kannst?

00:06:23: Veranstalten.

00:06:24: Organisieren.

00:06:25: Durchführen kannst.

00:06:27: Eben auch neu ins Leben rufen kannst wie du gesagt hast.

00:06:31: Was hat diese Stelle jetzt sage ich mal dir auch noch oder vor allem dem Verein natürlich auch gebracht?

00:06:35: Ja, vor allem gibt es jemanden der dafür die Verantwortung trägt.

00:06:39: Also vorher war das eben immer eine Sache von den Abteilungsleitenden selbst genau und dann hat man sich eben entschieden dass man das über den ganzen Verein organisieren möchte und dazu war's eben wichtig eine hauptamtliche Stelle zu schaffen mich dann zu engagieren Und eben auch als Geschäftsleitung und Vorstand zu sagen, wir als MTV Stuttgart.

00:07:00: Uns ist es so wichtig dass viele Menschen teilhaben können an unserem Sportangebot das wir dafür extra eine Person einstellen die nach Möglichkeit davon Ahnung hat und eben auch alle nach besten Kräften dann unterstütztes durchzuführen.

00:07:14: Ja du sagst gerade jemand der Ahnung davon hat weil Du ja quasi diese Mannschaft damals übernommen hast.

00:07:21: also sprich bist Du auch von Anfang an da reingewachsen bist jetzt nicht groß, quer einstiegmäßig hier reingekommen über den MTV.

00:07:29: oder wie war dein Weg so ein bisschen da rein?

00:07:31: Ja genau.

00:07:31: Also mein Weg ist eben der dass sich eine Mutter von einem Kind mit Behinderung wurde das total gerne Sport macht Und dass da eben aber keinen Anschluss gefunden hat.

00:07:41: Genau, und dann sind wir hier beim MTV aufgeschlagen und haben diese Handballgruppe kennengelernt.

00:07:46: Dann waren das Laude Erwachsenen und Teenanger und unser Vierjähriger hat entschieden, dort bin ich dabei!

00:07:51: Da mach' ich mit!

00:07:53: Irgendwann fiel dann immer öfters Training aus weil der Leiter leider gesundheitlich nicht mehr mitmachen konnte.

00:08:02: Wir haben als Familie irgendwann gesagt, ja also dann müssen wir es wohl selber machen Und so haben wir eben angefangen, Rollschussport in erster Linie dann zu betreiben.

00:08:12: Während wir die ersten Jahre engagiert waren habe ich dann soziale Arbeit studiert und auch viele Arbeiten über Sport- und Inklusion geschrieben.

00:08:19: Witzigerweise hab aber nie gedacht das jemals ein Sportverein bereit wäre mich einzustellen.

00:08:26: Genau!

00:08:26: So kommen eben da die Kenntnisse aus der Praxis, aber dann glücklicherweise eben auch aus dem Studium zusammen, die mich gut dafür wappnen.

00:08:34: Dass man sich einfach ein bisschen

00:08:35: wissen anreichert und sowas weiß.

00:08:37: Und am Ende lernt man in der Praxis, glaube ich immer das kennt ihr selber aus meinem Job auch dass man sich in der praxis immer meisten selber auch lernen kann.

00:08:45: aber so ein paar Grundlagen braucht man natürlich glaub trotzdem für diesen Bereich auch nicht.

00:08:50: ja auch dann jetzt nochmal eine ganz andere Bedeutung hat wie vielleicht noch vor vor zehn zwanzig Jahren auch eine Bedeitung hat aber der jetzt auch mehr sichtbarer wird.

00:08:57: also ich glaube Da haben wir ja wahrscheinlich schon relativ guten Schritt eigentlich in die Richtung gemacht, wenn es jetzt ja auch solche Stellen gibt.

00:09:03: Dann muss man da ganz klar sagen?

00:09:05: Ja, ganz genau so ist das.

00:09:06: und professionell helfen oder eine Professionalität in dem Bereich zu entwickeln hat mir sehr geholfen einfach von der netten Mutter sozusagen, die dann Eigeninteresse daran hat, jemanden zu werden, dass eben professionell auf übergeordneter Ebene auch in den Sportverbänden vertritt oder eben da weiter mit dran arbeitet.

00:09:26: Das ist schon ne ganz andere Ebene.

00:09:27: dann.

00:09:28: Wenn man jetzt nochmal in den MTV Alltag reinguckt, welche Angebote haben sich denn vielleicht auch in den letzten Jahren verändert?

00:09:35: Welche konnten da... gab es da vielleicht noch gar nicht oder welche haben sich verändert wo man sagt ja weil da unterschiedliche Gruppen auch vielleicht dazu gekommen sind.

00:09:46: Also am Anfang gab es ja eben diesen Grundstock, also sozusagen die blinden Fußballmannschaft und eben die Kinder- und Jugendrollstuhl Sportgruppe.

00:09:53: Dann hat sich ergeben das wir auf jeden Fall noch Rollstuhls Basketball dazu genommen haben.

00:09:58: dann wurde ja eben ich eingestellt und dann habe ich erst mal Inklusionsbegeisterte im Verein gesucht als ich hab einfach geschaut bei den ersten Kennenlernen wer von den anderen sprich Übungsleitende aber auch hauptamtlich Angestellte hatte ihn eigentlich auch Bock auf mein Thema gegenüber.

00:10:16: Da gab es einfach viele Bereiche, wo's dann spielend leicht war.

00:10:19: Menschen mit Behinderung waren vor allem Kinder und Jugendliche dann auch gut in diese Gruppen zu inkludieren.

00:10:26: Manchmal waren es mehrere, manchmal war es aber auch immer nur eine Einzelperson.

00:10:30: Dann ging's weiter, dass ich viel Kontakt hatte zu den Einrichtungen hier in der Region als so der Nikolauspflege, aber auch anderen Einrichtung in denen Menschen arbeiten, leben und wohnen.

00:10:41: Und dann kam eben die Idee AHA Erwachsene mit Behinderung haben auch Interesse teil unseres Vereins zu sein.

00:10:46: Die wollen zum Beispiel zum Bauch bei Nippo oder zum Pilates.

00:10:50: Und dann hat man eben da geschaut, wer sieht sich denn da bereit oder denkt ja das wuppe ich und nimmt diese Menschen mit in seine Gruppe.

00:10:58: So haben sich eben Einzelpersonen langsam in den Verein geschlichen.

00:11:02: aber dann haben wir nach ein paar Jahren gemerkt so Das ist ja ganz schön, das funktioniert jetzt so vor sich hin Aber eigentlich will mehr noch was obendrauf setzen.

00:11:10: Und so kam es eben dazu dass wir bei den ganzen jungen Leuten die wir gesehen haben gemerkt haben Wir wollen noch eine Akademie gründen um einfach nochmal besonderen Abteilungen, die sich auch sehr engagieren und sehr geeignet sind noch mal eins obendrauf zu legen.

00:11:26: Und so kam es eben dazu dass wir uns intensiv mit der Paralleitathletik in einer Leichtathletic-Abteilung beschäftigen konnten das wir uns sehr gut mit der Radabteilung abstimmen können und deswegen auch Pararatsport anbieten können.

00:11:38: nochmal in einem anderen Ausmaß also da haben wir hier schon einiges geschaffen würde ich sagen

00:11:44: würdest du dann auch sagen ist dadurch möglich, weil es schon seit so vielen Jahrzehnten einfach auch schon so gut läuft beim MTV in dem man alle Gruppen da so miteinander integriert.

00:11:54: Also dass ihr dann auch einen Vorteil gegenüber anderen habt die da vielleicht noch ein bisschen was aufholen müssen um's mal so zu formulieren?

00:12:01: Ja zum einen denke ich mal Menschen mit Behinderung waren hier präsent Also die gehen im Allkampo essen oder die treiben Sport auf dem Sportplatz und das haben immer alle gesehen.

00:12:11: Und dadurch sind glaube ich viele Berührungsängste abgebaut worden, dann ist es doch so wenn wir alle mal gründlich darüber nachdenken dass doch jeder von uns irgendjemanden kennt mit einer Behinderung oder nicht.

00:12:22: betroffen davon ist vielleicht sogar und deshalb denke ich dass das hier ganz gut funktioniert einfach weil die Mitglieder und die Mitarbeitenden waren schon sensibilisiert und es hat nur noch einen Anstoß gebraucht daraus etwa ... was Großartiges zu machen.

00:12:36: Heißt also auch, würdest du dann sagen... Man möchte ja höchst hier in dem Podcast natürlich das so motivieren und jetzt nicht da schlecht darüber reden?

00:12:46: Aber meinst du dass dann noch mehr möglich ist oder sind wir schon auf einem sehr guten Weg?

00:12:54: Also ich denke mehr geht immer!

00:12:55: Da bin ich ganz sportorientiert.

00:12:59: Mehr geht immer und wir können alle besser werden.

00:13:01: Ja genau, das sehe ich auf jeden Fall so.

00:13:04: Ja, ganz klar.

00:13:05: Man hat ja auch viele Wünsche oder möchte Dinge umsetzen aber alles braucht immer seine Zeit.

00:13:10: also das ist ja kein Hauruck-Unternehmen sondern ein Prozess der sich eben langsam gestaltet mit den Menschen die dann da eben beteiligt sind und deswegen kann man da immer nur dran bleiben.

00:13:21: aber man kann nichts überstürzen oder aufzwingen.

00:13:24: Gibt es dann Situationen wo man trotzdem so ein bisschen an seinen Grenzen kommt wenn sie zum Platz geht?

00:13:29: Oder irgendwelche Einrichtungen hier dass man sagt, da muss man doch ein bisschen gucken.

00:13:36: Dass man es koordiniert oder läuft das gut?

00:13:39: Weil einfach alle quasi wie gesagt ihre Gruppen haben, ihre Sportgruppen auch.

00:13:43: Ja.

00:13:43: also im Moment ist es so, dass uns niemand etwas neidet.

00:13:46: Also da sind wir doch schon ganz froh genau.

00:13:48: Aber man muss sich natürlich immer gut miteinander abstimmen, ja?

00:13:52: Also wenn zum Beispiel Leichtathletik-Training stattfindet und da sind einfach Menschen mit verschiedenen Voraussetzungen auf der Tatanbahn die einlaufen.

00:13:59: Die nächsten fahren Rennrollstuhl, die übernächsten kommen mit einem Running Frame um die Ecke geschossen.

00:14:04: Da muss man einfach eine gute Disziplin walten lassen auf dem Platz damit es da nicht zum Chaos oder Verletzten führt.

00:14:10: Ja also ich denke das ist ganz klar.

00:14:13: Und dann gibt's natürlich in unserer Stadt auch nicht genug barrierefreien Sportraum so dass wir Entwicklungsschritte bis jetzt nicht gehen konnten, weil wir einfach dafür keinen Platz hatten.

00:14:22: Jetzt habe ich ja mit dem Präsidenten gesprochen auch schon in der ersten Folge.

00:14:26: die Hörer hier von uns, die haben es vielleicht auch gehört da steht ja auch was großes an den Neubau.

00:14:33: kannst du da vielleicht auch schon etwas dazu sagen wie die Inklusionsmanagerin vielleicht auch das ganze Thema vielleicht in den Neubauch mit reinbringt?

00:14:40: Ja, also ich freue mich riesig auf den Neubau.

00:14:42: Also der wird ja schon sehr lange geplant das heißt seit wir hier sind wurden wir auch schon gefragt was wir denn gut fänden für dieses Haus und so konnten doch schon einige frühe Ideen was Barrierefreiheit zum Beispiel angeht mit einfließen.

00:14:56: Und deswegen freue ich mich schon sehr auf den Neubau, weil eben gerade besagter Platz dann endlich entsteht um einfach nochmal einen Schritt weiter zu gehen.

00:15:03: Denn es sind nun mal nicht alle Sportorte von uns dem MTV Stuttgart so dass wirklich jeder überall hin und rein kommt geschweige denn zur Toilette und in die Dusche und deswegen bin ich sehr froh wenn wir im Neubauer dann eben auch neue Angebote.

00:15:18: Wir grüßen dir, hoffen.

00:15:19: Okay

00:15:19: super!

00:15:20: Jetzt haben wir deinen Alltag so ein bisschen beschrieben.

00:15:23: oder hast du da ein bisschen was aus dem erzählt wie du es auch so erlebst?

00:15:27: Wenn man jetzt mal wirklich in die Sportarten reingehen also wir laufen denn solche Training ab die werden ja dann auch müssen ... sag ich mal ein bisschen anders ablaufen wie normales Fußballtraining.

00:15:40: Wie kann man sich so was vorstellen?

00:15:43: Was ist da alles wichtig, das ist für dich eine Selbstverständlichkeit aber vielleicht für manche die sich jetzt vielleicht nicht Inklusion ganz oben auf die Fahne schreiben, die jetzt vielleicht auch durch eine bessere Kommunikation einfach auch erfahren möchten okay, vielleicht kann ich noch etwas dazu beitragen.

00:15:58: Wie würdest du da ansetzen?

00:16:00: Ja also theoretisch ist es so wie immer Erwärmung Durchführung Abkühlen.

00:16:05: Also eigentlich muss man vor allem gut mit Menschen können, denn Menschen mit Behinderungen bringen ja ganz unterschiedliche Voraussetzungen mit.

00:16:13: wenn wir jetzt zum Beispiel beim Fußball bleiben ist bei uns das Einzigste was sich vielleicht unterscheidet oder zwei Dinge unterscheiden sich der Platz und die Spielen sind ein bisschen anders.

00:16:23: Der Platz ist kleiner hat eine Umrandung Die Spielen sehen eben nichts außer der Torwart und die Trainer und der Guide die drei Positionen sind mit Sehenden besetzt Genau und dann legen die ganz normal los, wie man das so vom Fußballtraining kennt.

00:16:38: Aber eben mit angepassten Bedingungen, angepasste Materialien können Sie dann gemeinsam Fußball spielen?

00:16:45: Das ist ja auch eine schöne Sache einfach dann auch weil man sich ja auch am Ende denkt im Endeffekt geht es dann trotzdem nur ums Gewinn, ums Verlieren!

00:16:52: Es geht um Sieg oder Niederlage.

00:16:54: Ist ja wichtig beim Sport auch und das ist ja dann auch was schönes.

00:16:59: Was ich vielleicht auch nochmal noch fragen möchte... Würdest du dir vielleicht auch – wir haben es ja im Vorgespräch jetzt gerade gesagt, man muss nicht die Moralapostliche spielen.

00:17:07: Aber was würdest du Dir vielleicht auch wünschen?

00:17:09: Vielleicht dass man generell dieses Thema noch mehr lebt.

00:17:13: Prinzipiell ist mir Chancengleichheit wichtig.

00:17:16: also das eigentlich die Überschrift über allem was ich in meinem Leben so mache ob das jetzt beruflich ist oder privat.

00:17:21: und ich denke mir einfach wie alle sind doch irgendwann mal hilflos oder brauchen mehr als andere.

00:17:29: Und da denke ich mir einfach, da sind wir noch ganz schön weit davon entfernt dass wir quasi eine friedvolle Gemeinschaft sind in der einfach jeder sein darf also Mensch seines Thema.

00:17:39: und da denke Und können quasi beispielhaft zeigen, wie das funktionieren kann.

00:17:49: Dass eine Gesellschaft, eine Gemeinschaft Menschen die eben ein bisschen mehr Unterstützung brauchen oder besondere Bedingungen in einem großen Teil haben lassen zu können.

00:18:01: und ich denke, dass könnte man sich dann schon vom Sportverein oder vom MTV Stuttgart im Speziellen abgucken, dass wenn man einen kleinen Input gibt, dass da auch sehr viel bei rauskommen kann.

00:18:11: ...

00:18:13: generell vielleicht auch einen Moment sag ich jetzt mal, wenn du so ein bisschen zurückblickst.

00:18:18: Der der besonders hängen geblieben ist auch sage ich mal in der ganzen Geschichte... ... jetzt auch als Karriere sage ich jetzt einmal als Inklusionsmanagerin dass man das auch nochmal hervorhebt was man da einfach selber erschaffen hat weil eben ja dieser Job oder diese extra Bereich den gibt es wie gesagt noch nicht so lange.

00:18:38: oft ist er dann über die Geschäftsführung und so weiter und sofort abgehandelt worden Gibt's da wo du sagst, da habe ich glaube ich auch wirklich was Gutes getan und vielleicht nicht für den MTV sondern auch aus dem Gelände heraus oder?

00:18:50: Ja also ich glaub der Gewinn des dritten Platzes beim goldenen Stern des Sports jetzt im Januar das war so ziemlich das größte was wir je erlebt haben.

00:18:59: Kannst du mal genau erklären was es genau ist dann?

00:19:02: Das ist ein bundesweiter Wettbewerb unter Sportvereinen von den Volks- und Reifeisenbanken gemeinsam mit dem DOSB Und da kann man sich eben bewerben mit den tollen Projekten, die man als Sportverein so zu bieten hat um die Welt ein bisschen besser zu machen.

00:19:19: Da haben wir unsere Parasportakademie eingereicht also eben die Spitzensportförderung von Menschenmitbehinderungen und da haben wir im Januar den dritten Platz belegt und einen kleinen goldenen Stern gewonnen Bundesweite Aufmerksamkeit geschenkt zu bekommen und so eine Würdigung zu erfahren durch den Bundespräsidenten.

00:19:40: Das war etwas, was ich glaube ich nie vergessen werde.

00:19:43: also das war nach all diesen Jahren nach diesem weiten Weg der bestimmt oft nicht einfach ist aber das wirklich ein sehr atemberaubender Moment.

00:19:52: Es lohnt sich dann auf jeden Fall dafür auch zu kämpfen und dann auch was gemacht zu haben und dann so einen Auszeichnungen bekommen vom Bundespräsident.

00:20:00: Und es ist ja glaube ... außergewöhnliches, würde ich sagen.

00:20:04: Ja das kommt nicht so oft vor also... Ich glaube ja auch nicht!

00:20:07: Danach hat man dann wirklich richtig neue Energie,... ...auch den neuesten Wiedrigkeiten wieder entgegenzutreten und sich dann einfach wieder auf seinen Job zu konzentrieren und den gut zu machen.

00:20:19: Jetzt geht mal vielleicht noch ein bisschen in die Zukunft aber in die aktive Zukunft denn wir wollen vielleicht noch das eine oder andere ankündigen hier im Podcasts Wir wollen vielleicht den Leuten mitgeben, was sie erwartet in Sachen Inklusion.

00:20:35: Alles, was mit Inklusion zu tun hat, hast du auf deinem Terminkalender stehen.

00:20:40: möchtest da vielleicht das eine oder andere verraten?

00:20:42: Auf was wir uns freuen können.

00:20:43: Also wir kommen jetzt in die Sommerferien.

00:20:45: Das ist ein Sportverein ja immer eine ruhige Zeit.

00:20:47: genau danach gibt es dann wieder den Vierzocker Cup.

00:20:50: Es ist ein Rollstuhl Fußball Angebot, was wir immer im November machen am ersten Sonntag im November Und da, das geht es auch wieder inklusiv zur Sache.

00:20:59: Ja, das sind dann also Fußballmannschaften aus der Region setzen sich für uns in den Rollstuhl um dann auf Augenhöhe mit uns eben Wielzocker zu zocken und da freue ich mich natürlich auch wieder drauf.

00:21:10: Alles klar!

00:21:11: Mandy?

00:21:11: Ich glaube wir sind an dieser Stelle schon durch haben einen kleinen Einblick erfahren über was du machst, über das was bisher der MTV schon in Sachen Inklusion geschafft hat und hoffentlich auch noch schaffen wird.

00:21:23: Ich sage vielen Dank.

00:21:25: Ihr bekommt natürlich zu unseren Gästen Veranstaltungen und Angeboten auch nochmal alle Infos.

00:21:31: Die Website kennt ihr ja natürlich in und auswendig, die Social Media Kanäle spielen wir auch nach wie vor.

00:21:35: Da werden wir auch in den nächsten Tagen immer wieder unter nächsten Wochen oder Monaten über die ganzen Podcast-Gäste informieren, wie ihr es jetzt schon in den letzten beiden Folgen gemerkt habt.

00:21:44: Deswegen abonniert uns und erzählt's euren Freunden, teilt das und bringt den Westfunk ein bisschen weiter her hinaus!

00:21:54: Da ist, glaube ich auch die Mende dafür.

00:21:55: Ja absolut!

00:21:56: Also einschalten.

00:21:58: Du bist jetzt hier der zweite Gast also ganz am Anfang dabei

00:22:01: ne?

00:22:01: Ja so wichtig ist uns das.

00:22:03: Ja

00:22:03: sicher bis zur nächsten Folge würde man auf jeden Fall sagen und vielen Dank dass du da warst.

00:22:08: Herzlich gerne.

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